Der Kämpfer mit dem feinen Händchen
Daniel Altmaier zählt zu den interessantesten Persönlichkeiten im deutschen Herrentennis. Der 1998 in Kempen geborene Rechtshänder überzeugt nicht nur mit seiner einhändigen Rückhand – einer Seltenheit im modernen Profitennis –, sondern vor allem mit seiner Beharrlichkeit. Nach Verletzungen, Rückschlägen und langen Rehabilitationsphasen hat sich Altmaier immer wieder zurück an die Weltspitze gekämpft und sich als feste Größe auf der ATP-Tour etabliert. Sein Spiel zeichnet sich durch viel Variabilität, starke Beinarbeit und große mentale Widerstandskraft aus.
Der Durchbruch mit Geduld und Leidenschaft
Internationale Aufmerksamkeit erlangte Altmaier bei den French Open 2020, als er als Qualifikant bis ins Achtelfinale vorstieß. Es folgten weitere bemerkenswerte Grand-Slam-Ergebnisse sowie Siege über zahlreiche Topspieler. Sein konsequenter Entwicklungsweg führte ihn Anfang 2026 sogar bis auf Platz 44 der ATP-Weltrangliste – die bislang beste Platzierung seiner Karriere.
Erfolgsstory bei den BRAWO OPEN
Eine besondere Verbindung pflegt Altmaier zu den BRAWO OPEN in Braunschweig. Das traditionsreiche ATP-125-Challenger-Turnier zählt zu den renommiertesten Veranstaltungen der Challenger Tour und war für den Deutschen ein wichtiger Meilenstein. Bereits 2021 gewann er das Braunschweiger Turnier mit einem souveränen Finalsieg gegen Henri Laaksonen und legte damit den Grundstein für seinen weiteren Aufstieg. Auch danach kehrte Altmaier regelmäßig in die Löwenstadt zurück: Als topgesetzter Spieler erreichte er im Jahr 2023 das Viertelfinale und unterstrich erneut seine Wertschätzung für das Turnier, das als ideale Vorbereitung auf die zweite Saisonhälfte gilt.
Wimbledon als nächste Bewährungsprobe
Auch auf Rasen entwickelt sich Altmaier kontinuierlich weiter. Nachdem er in Wimbledon seine bislang besten Ergebnisse auf Grand-Slam-Ebene auf diesem Belag erzielen konnte, richtete sich sein Blick nun auf das aktuelle Turnier in London. Dort verpasste Altmaier leider als einziger der vier deutschen Tennisspieler den Einzug in die zweite Runde von Wimbledon. Der Kempener, der zuletzt in Halle/Westfalen bis ins Halbfinale gestürmt war, unterlag dem Slowaken Alex Molcan 4:6, 6:3, 5:7, 2:6.
Molcan und Altmaier, die bei den BRAWO OPEN 2026 in Braunschweig beide im Hauptfeld antreten, könnten erneut aufeinandertreffen, gehören zum diesjährigen Favoritenkreis, müssen sich aber gegen eine starke internationale Konkurrenz behaupten.
Aushängeschild des deutschen Herrentennis
Mit seiner Mischung aus technischem Können, unermüdlichem Einsatz und großer Professionalität gehört Daniel Altmaier zu den Aushängeschildern des deutschen Herrentennis. Seine Karriere zeigt eindrucksvoll, dass Ausdauer und Überzeugung oft der Schlüssel zu nachhaltigem Erfolg sind – auf den großen Grand-Slam-Bühnen ebenso wie bei traditionsreichen Turnieren wie den BRAWO OPEN in Braunschweig.






